Physik
aus HL2, der freien Wissensdatenbank
Physik im Spiel
Mit der in Half-Life 2 eingeflossenen Havoc Physics Engine konnte Valve im Spiel eine äußerst realisitische Physik realisieren. Sehr viele Objekte sind direkt physikalisch beeinflussbar. Hier macht sich die unterschiedliche Dichte verschiedener Stoffe ebenso bemerkbar (manche Dinge schwimmen auf dem Wasser, manche gehen unter) wie der Einfluss verschiedenster Projektile auf bestimmte Gegenstände (unterschiedliche Deckungseigenschaften von Holztüren, Betonwänden, etc.).
Physik in der Theorie
In unseren Theorien ließen sich einige Dinge - z.B. Teleportation oder Xen - sehr leicht durch geänderte physikalische Verhältnisse erklären. Dies ist jedoch, sofern man davon ausgeht, das andere Naturgesetze immerhin in sich schlüssig und logisch sein müssen, gar nicht so einfach, da vieles aufeinander aufbaut.
Dazu folgender Post von CosmicBlue aus dem mods.de-Forum:
Das Problem liegt in den Auswirkungen _einer_ physikalischen Gesetzmäßigkeit auf andere physikalische Gesetze.
Stell es dir wie ein Kartenhaus vor: Wenn nur _eine_ Karte nicht steht, steht das ganze Haus nicht.
Stell es Dir wie ein Puzzle vor: Wenn Du nur ein Puzzleteil um drehst, mußt Du das ganze Puzzle drehen.
Ein Beispiel:
Geh davon aus, daß das dem Universum, in dem Xen liegt, nicht unseres ist (da hilft auch nicht, wenn Xen am "Rand" liegen würde) und das in diesem Universum trotzdem alle physikalischen Gesetze so gelten, wie wir sie kennen. <brr />
Mit einer Ausnahme: Licht legt im Vakuum nicht 300.000 Kilometer pro Sekunde zurück, sondern nur 150.000 Kilometer.
Das hat sehr viel weitreichendere Konsequenzen, als man zunächst annehmen mag.
Zum Beispiel errechnet die die Vakuumgeschwindigkeit von Licht duch c=1/"Wurzel"(Epsilon"Index"Null * Mü"Index"Null).
In unserer Annahme ist c nun nur noch halb so groß.
Das heißt, entweder stimmt die Mathematik nicht mehr (die Wurzel wird anders berechnet und 1+1 ist nicht mehr 2) oder aber Epsilon"Index"Null und/oder Mü"Index"Null haben sich geändert. Diese beiden Zahlen sind aber Naturkonstanten, die sich in diversen anderen physikalischen Gesetzen wiederfinden. Epsilon"Index"Null ist die elektrische Feldkonstante, Mü"Index"Null hingegen die magnetische Feldkonstante. Haben diese Konstanten (oder nur eine von beiden) in diesem anderen Universum einen anderen Wert, so ändern sich also auch andere Gesetze. Der elektrische Strom würde sich in Form von Elektronen nur noch halb so schnell durch einen Draht bewegen, das bedeutet wieder, das Glühbirnen nur hab so warm werden und nur halb so viel Licht abgeben.
Und damit häten wir schon wiederlegt, das in diesem Universum nur _ein_ physikalisches Gesetz ändere Werte einnimmt oder anders lautet.
Man muß das ganz klar sehen: Natürlich könnte man für ein anderes Universum andere physikalische Gesetze aufstellen, aber ich möchte nicht wissen, was mit dem Körper eines Menschen passiert, wenn der in dieses Universum gerät *schauder* Da sind die Kräfte für Atombindungen anders, Elekrizität verhält sich anders etc und all das haben wir auch in uns und brauchen es in der Form, wie es hier ist. Ansonsten funktioniert unser Körper einfach nicht. Nervenimpulse würde nicht übermittelt oder so...
Nenene, wenn Gordon auf Xen und die Vortigaunts auf der Erde überleben, dann gelten auf beiden Welten die gleichen physikalischen Gesetze.
Es wäre sicher interessant, hier mal Xeno-Physiker oder einen Exo-Soziologen zu Rate zu ziehen, ein Astrobiologe würde sicher auch schon reichen...leider kenn ich keinen :traurig:
Natürlich ist Half-Life Science-Fiction und kann auch die Probleme des Teleports in andere physikalische Gesetzesräume einfach erklären oder für nicht vorhanden erklären. Aber immerhin ist dies ein Ansatz, der zeigt, wie schwierig das ist. Und gute Science-Fiction versucht trotz aller Fiktion meistens logisch erklärbar zu sein - hoffen wir, dass es bei Half-Life genauso ist. Und wenn nicht, haben wir es zumindest versucht ;)
